Sie kennen diese Rechnungen. „20 Stunden pro Woche mal 80 Euro Stundensatz, mal 52 Wochen — das sind 83.200 Euro im Jahr, die Sie verbrennen.”
Klingt dramatisch. Bedeutet nichts.
Denn es ist nicht Ihre Zahl. Es sind erfundene Stunden, ein erfundener Stundensatz und ein Taschenrechner, der bei jedem Leser dasselbe Ergebnis ausspuckt. Der Makler mit drei Leuten bekommt exakt dieselbe Summe präsentiert wie die Agentur mit zwanzig. Das kann nicht stimmen. Und Sie merken das sofort.
Deshalb überzeugt so eine Rechnung niemanden. Sie schließen den Tab.
Warum die Beispielrechnung wertlos ist
Jede dieser Rechnungen hat denselben Trick: Sie multipliziert zwei Zahlen, die der Anbieter frei erfunden hat.
Die Stunden sind geschätzt. Woher soll ein fremder Anbieter wissen, wie viel bei Ihnen wirklich abgetippt wird? Er rät. Meistens rät er hoch, weil eine große Zahl mehr Angst macht.
Der Stundensatz ist geliehen. „80 Euro” steht da, weil es gut klingt. Ob Ihre Kraft, die halbtags Daten von einem Programm ins andere kopiert, Sie tatsächlich so viel kostet, weiß der Anbieter nicht. Er tut nur so.
Zwei geratene Zahlen ergeben eine dritte, die dann fett und rot dasteht. Das ist keine Rechnung. Das ist ein Schätzeisen, das sich als Beweis verkleidet.
Und genau da liegt das Problem: Wenn die Zahl nicht Ihre ist, glauben Sie ihr nicht. Zu Recht.
Die eine Zahl, die belastbar ist
Es gibt eine Zahl zum Thema, die nicht erfunden ist. Sie kommt von der KfW.
Deren Erhebung zeigt: Der Bürokratie- und Verwaltungsaufwand kostet deutsche Unternehmen im Schnitt rund einen Arbeitstag pro Woche. Nicht bei Ihnen speziell, sondern als Grundstimmung über alle Betriebe. Ein Tag von fünf, in dem verwaltet statt gearbeitet wird.
Das ist eine ehrliche Zahl. Aber sie hat denselben Haken wie jede Beispielrechnung: Sie ist ein Durchschnitt. Bei Ihnen sind es vielleicht weniger. Vielleicht deutlich mehr.
Der KfW-Wert taugt, um zu spüren, dass da etwas ist. Er taugt nicht, um zu wissen, wie viel es bei Ihnen ist.
Dafür müssen Sie Ihre eigenen Stunden zählen.
Ihre Zahl entsteht aus Ihren Zahlen
Ich mache es anders als die Beispielrechner. Ich sage Ihnen keine erfundene Euro-Summe.
Ich könnte Ihre Stunden mit irgendeinem Stundensatz multiplizieren und Ihnen eine schöne, erschreckende Zahl zeigen. Machen alle so. Ich mache es nicht — weil ich Ihren echten internen Kostensatz nicht kenne und nicht so tue, als wüsste ich ihn.
Was ich Ihnen zeige, sind Ihre Stunden. Und die sind echt.
Ich habe einen kleinen Rechner gebaut. Drei Felder, keine Anmeldung, keine Verkaufsmasche:
- Wie viele Stunden pro Woche wird bei Ihnen abgetippt und zwischen Programmen hin- und herkopiert? Schätzen Sie ruhig grob.
- Zwischen wie vielen Systemen wandern die Daten von Hand? CRM, Mail, Buchhaltung, Ihre Branchensoftware.
- Fertig.
Heraus kommt keine geliehene Summe, sondern Ihre Stunden im Jahr — und wie viele Arbeitstage das sind. Eingeordnet gegen den KfW-Wert, damit Sie sehen, wo Sie stehen: über dem Schnitt, drunter, mittendrin.
Das ist die Kollegin, die in keiner Stellenbeschreibung steht. Die, die den ganzen Tag Daten von einem Programm ins andere tippt, sich nie krankmeldet und trotzdem jeden Monat auf Ihrer Rechnung steht. Der Rechner sagt Ihnen, wie viele Stunden sie bei Ihnen im Jahr macht.
Schwarz auf weiß. Ihre Zahl, nicht die aus einem Blogartikel.
Was Sie mit der Zahl anfangen
Wenn die Stunden auf dem Bildschirm stehen, ändert sich etwas. Aus dem diffusen Gefühl „ich komme zu nichts” wird eine konkrete Menge. Und über eine konkrete Menge kann man reden.
Genau das ist der nächste Schritt. Sie rechnen Ihre Zahl aus. Wenn sie Sie überrascht — und das tut sie bei den meisten — schauen wir gemeinsam drauf.
Rechnen Sie nach, wie viele Stunden Ihre stille Kollegin bei Ihnen im Jahr macht.
→ Zum Rechner: Ihre Stunden ausrechnen
Sie geben Ihre drei Zahlen ein, sehen Ihr Ergebnis und können es sich per Mail sichern. Danach entscheiden Sie, ob Sie mehr wissen wollen. Kein Druck, keine Anmeldung nötig, um die Zahl zu sehen.
Und wenn Sie danach 20 Minuten mit mir sprechen wollen: kostenlos. Ich zeige Ihnen, welcher dieser Handgriffe den größten Hebel hat. Wenn sich Automatisieren bei Ihnen nicht lohnt, sage ich Ihnen das auch.